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Starkregen – Risiken & richtiges Verhalten

Von Starkregen spricht man, wenn lokal begrenzt große Niederschlagsmengen fallen (mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde). Starkregen kommt aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor und kann wegen schnell ansteigender Wasserstände für die Menschen auch fernab von Flüssen und Gewässern sehr gefährlich werden: Wenn große Wassermengen vom Boden und der Kanalisation nicht schnell genug aufgenommen werden, können gefährliche Sturzfluten entstehen. Dann fließt das Wasser schnell in Straßen und in tiefer gelegene Bereiche wie Keller oder Unterführungen. 

 

Was kann ich selbst tun, um vorbereitet zu sein?

Sie sollten sich über das Risiko bei einem Starkregen bewusst sein und frühzeitig Vorsorge treffen, um im Ernstfall sicher reagieren zu können. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre Wohnlage besonders gefährdet ist. 

 

 

Liegt Ihr Haus in einem gefährdeten Bereich?

Bahnhöfle Ölbronn, © Maren Recken

Wie kann ich mich selbst schützen?

 

Wenn Starkregen einsetzt, ist schnelles und überlegtes Handeln entscheidend. Beachten Sie diese wichtigen Verhaltensregeln:  

 

Verlassen Sie tiefer gelegene Räume wie Keller, Tiefgaragen oder Unterführungen. Sie können sich schnell mit Wasser füllen und ein Entkommen wird dann unmöglich. Auch überflutete Straßen, Wege und Plätze stellen ein erhebliches Risiko dar. Betreten oder befahren Sie diese nicht mit dem Auto.

 

Sobald Wasser ins Gebäude eindringt oder dies zu erwarten ist, sollten elektrische Geräte umgehend vom Netz getrennt werden (Sicherung abschalten, Stecker ziehen), um einen Stromschlag zu vermeiden. 

 

Beobachten Sie den Wasserstand rund um Ihr Gebäude. Steigt das Wasser sichtbar an, begeben Sie sich frühzeitig in höher gelegene Stockwerke und warten Sie dort, bis die Gefahr vorüber ist.


 

Wie bereitet sich der Bevölkerungsschutz auf ein Starkregen-Ereignis vor?

 

Der Bevölkerungsschutz trifft gezielte Maßnahmen, um vorbereitet zu sein und im Ernstfall schnell helfen zu können.

 

Die Feuerwehren sind mit leistungsstarken Pumpen, Wassersaugern und weiterer technischer Ausrüstung ausgestattet, um eingedrungenes Wasser zügig zu entfernen und die Schäden zu begrenzen. 

Zum Schutz von Gebäuden werden Sandsäcke eingesetzt. Sie dichten Eingänge und andere gefährdete Stellen ab und verhindern, dass Wasser eindringt.

Je nach Größe der Gefahrenlage können die Hilfsorganisationen jedoch nicht überall gleichzeitig vor Ort sein. Es ist daher wichtig, dass Sie für den Ernstfall vorbereitet sind und sich - soweit möglich - selbst helfen können.

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