Sturm – Risiken &
Verhalten
Unter einem Sturm versteht man aus meteorologischer Sicht Windgeschwindigkeiten über 9 Beaufort (ca. 75 km/h); ab 117 km/h (12 Beaufort) spricht man von einem Orkan. In den letzten Jahrzehnten waren Stürme die bedeutendste Elementargefahr. Ihre Stärke und Anzahl werden mit dem Klimawandel zunehmen. Stürme können erhebliche Schäden und Zerstörungen nicht nur in den Wäldern, sondern auch an Gebäuden und der Infrastruktur anrichten.
Was kann ich selbst tun, um vorbereitet zu sein?
Schauen Sie regelmäßig, dass von Ihrem Grundstück oder Gebäude keine Gefahr ausgeht. Sind Sie Mieter, weisen Sie Ihren Vermieter auf Schwachstellen wie lose Dachziegel hin. Auch Ihre Gemeindeverwaltung ist dankbar, wenn Sie Ihnen mögliche Gefahren wie abgebrochene Äste an Straßenbäumen melden. Spätestens dann, wenn ein Sturm angekündigt wird, sollten Sie einen prüfenden Blick auf Dach, Fassade, Balkon, Terrasse, Zäune oder die Standfestigkeit eines Baumes im Garten werfen, um keine vermeidbare Überraschung zu erleben. Treffen Sie Maßnahmen der persönlichen Vorsorge: Legen Sie einen Notvorrat mit Essen, Trinken, Medikamenten an.

Wie kann ich mich selbst schützen?
Stürme können hohe Geschwindigkeiten erreichen und lose Gegenstände mit großer Wucht mitreißen. Verletzungen bei Menschen und Schäden am Haus sind die möglichen Folgen.
- Sichern Sie daher alle Gegenstände außerhalb des Hauses, wie Mülltonnen, Fahrräder, Gartenmöbel oder Blumentöpfe vor dem Aufkommen eines Unwetters.
- Schließen Sie Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden.
- Halten Sie sich bei einem Sturm oder Orkan nicht im Freien auf. Herabfallende Ziegel, lose Äste und umstürzende Bäume könnten Sie lebensgefährlich verletzen.
- Suchen Sie möglichst einen innen liegenden Raum auf und warten das Ende des Sturms sicher in Ihrem Zuhause ab.
- Bringen Sie Haustiere nach drinnen und Nutztiere in den Stall. Versuchen Sie die Tiere zu beruhigen.
- Vermeiden Sie unnötige Autofahrten, insbesondere durch besonders gefährdete Bereiche wie Wälder.
- Parken Sie Ihr Auto in der Garage oder mit sicherem Abstand zu Häusern und Bäumen.
- Helfen Sie anderen Menschen, besonders Kindern, älteren oder hilfsbedürftigen Menschen, aber gefährden Sie sich dabei nicht selbst. Wählen Sie bei einem Notfall den Notruf der Feuerwehr und des Rettungsdienstes 112.
Wie bereitet sich der Bevölkerungsschutz auf einen Sturm vor?
Der Bevölkerungsschutz trifft gezielte Maßnahmen, um auf Sturmereignisse vorbereitet zu sein und im Ernstfall schnell helfen zu können.
Feuerwehren und das THW sind mit leistungsstarken Motorsägen, schwerem Gerät und weiterer technischer Ausrüstung ausgestattet, um beispielsweise umgestürzte Bäume zügig entfernen zu können, damit Straßen und Wege wieder begeh- und befahrbar werden.
Straße im Würmtal nach dem Orkan "Lothar"

